
Hallo liebes Kind,
es freut mich sehr, dass du auf meine Homepage gefunden hast. Vielleicht hast du schon einmal die Wörter „Abklärung“ oder „Psychotherapie“ gehört, von deinen Eltern, deiner Lehrperson oder von anderen Erwachsenen, und bist dir gar nicht sicher, was sie bedeuten. Keine Sorge, es gibt sogar Erwachsene, die nicht genau wissen, was dabei passiert. Ich möchte dir die Begriffe ein bisschen erklären, damit du weisst, was auf dich zukommt.
Es ist mir wichtig, dass du verstehst, was wir machen, denn es geht um dich. Du sollst nicht das Gefühl haben, dass Dinge über deinen Kopf hinweg entschieden werden. Du darfst jederzeit sagen, wenn du etwas nicht sagen oder spielen möchtest. Das ist bei mir nicht unhöflich, im Gegenteil: Deine Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen sind mir sehr wichtig.
Was ist eine Abklärung?
Zu einer Abklärung kommen Kinder, die ein Problem haben oder sich in einer Situation unsicher fühlen. Probleme können ganz unterschiedlich sein. Vielleicht hast du Sorgen, Ängste, bist traurig oder wütend, oder du hast Schwierigkeiten in der Familie, in der Schule oder im Kindergarten.
Stell dir vor, du hättest ein körperliches Problem, zum Beispiel Schmerzen oder Fieber. Dann gehst du zum Arzt, der versucht herauszufinden, warum dein Körper so reagiert. Bei mir ist es ähnlich, nur geht es um deine Gefühle, Gedanken und das Verhalten. Ich versuche gemeinsam mit dir herauszufinden, wo dein Problem liegt, warum du in manchen Situationen so reagierst, und wie wir zusammen mit deiner Familie Lösungen finden können, damit es dir besser geht.
Und was ist Psychotherapie?
Wenn wir herausgefunden haben, worum es bei deinem Problem geht, kann manchmal eine Psychotherapie helfen. In der Therapie werden wir viel spielen, malen oder andere kreative Dinge machen. Durch das Spiel und die Arbeit zusammen finden wir noch genauer heraus, was dich beschäftigt und wie du damit umgehen kannst.
Wir werden dabei auch schauen, was du besonders gut kannst, aber auch, was dir manchmal schwerfällt. Manchmal gibt es Verhaltensweisen oder Gefühle in dir, die dich oder andere verletzen, obwohl du das gar nicht willst. Das ist ganz normal, und wir werden gemeinsam daran arbeiten.
Deine Familie ist wichtig
Neben den Terminen mit dir wird es auch Gespräche mit deinen Eltern oder manchmal mit der ganzen Familie geben. Du lebst mit deiner Familie zusammen, sie sind wichtige Menschen, die dir helfen können. Manchmal gibt es Spannungen oder Probleme in der Familie oder mit Freundinnen und Freunden. Diese möchten wir gemeinsam anschauen, damit es dir leichter fällt.
Bevor wir etwas mit deiner Familie besprechen, schauen wir zuerst gemeinsam, was du erzählen möchtest und was nicht. Du bist die Hauptperson in der Therapie, und du darfst vieles mitbestimmen.
Ich hoffe, du kannst dir jetzt ein bisschen besser vorstellen, was wir zusammen machen werden. Beim ersten Termin kannst du mir auch all deine Fragen stellen, die du noch hast.
Ich freue mich sehr darauf, dich kennenzulernen!
Liebe Grüsse
Dunja Heyder
